Tagesrückblick: Dienstag, 5. März 2019

Mittwoch 6. März 2019

Auch der zweite Tag der Nachhaltigkeitswoche Zürich bot ein vielfältiges Programm an. Schon während dem Mittag gab es verschiedene Angebote. Die Sportlichen unter uns gingen im ASVZ während dem Mittagsjogging gemeinsam Abfall einsammeln. Dier gesammelte Abfall konnte anschliessend in einem interaktiven Workshop von Presious Plastic in ein neues Produkt umgewandelt werden. Für die weniger sportlichen Leute gab es wieder gratis Essen beim Foodwaste Zmittag – diesmal an der PHZH. Wer weder bei der Joggingrunde dabei war, noch beim Foodwaste Zmittag konnte auf dem Hönggerberg sein Velo bereit machen für den Saisonstart. Dort wurde fleissig geschraubt, geflickt und gelernt.
Wer sich jedoch für keine dieser Veranstaltungen entscheiden konnte, hatte am Nachmittag noch die Möglichkeit verschiedenste Veranstaltungen zu besuchen. In Wädenswil fand die Living Library statt, wo spannende und äusserst persönliche, alternative Reisegeschichten erzählt wurden. Alle dieser lebenden Bücher redeten über eine ihrer Reisen wo sie nicht mit dem Flugzeug von A nach B transportiert wurden. So vielfältig die Transportmittel waren, so vielfältig waren auch ihre Geschichten. Einen Nenner konnte man aber von allen raushören: Der Weg ist das Ziel. Der Transport von A nach B ist schon eine Reise in sich selbst.
Wer es nicht nach Wädenswil wagte, konnte an der ETH einen spannenden Vortrag hören, wo die Probleme der heutigen Klimaschutz-Kommunikation stecken und wie man diese besser und effektiver gestalten kann. Klimawandel ist so ein abstraktes und entferntes Wort. Dieses Wort fassbarer zu machen, kann man den Menschen zeigen was es für einen persönlichen Einfluss hat und wie man mit praktischen Lösungen etwas bewirken kann.
Im Toni-Areal wurde dann die Textilbranche kritisch unter die Lupe genommen und es wurden verschiedene Lösungsansätze aufgezeigt. Man solle immer das Etikett und die Marke anschauen und sich folgende Fragen stellen: «Ist es Biobaumwolle oder nicht? Brauche ich das Kleidungsstück wirklich oder nicht? Wenn ja, kann ich das irgendwo Second Hand kaufen oder tauschen? Wichtig zu erwähnen ist, dass es das Perfekte nicht gibt, da es beim Konsum von Kleidern immer einen Verbrauch geben wird.
Nach diesen äusserst vielfältigen und lösungsorientierten Veranstaltungen ging es in eine Reise ins Innere. Während der Veranstaltung Nachhaltigkeit und Spiritualität oder besser gesagt und Religion, ging es in Inputreferaten darum wie die Nachhaltigkeit eine Rolle in der Bibel spielte. In einer spannenden Diskussionsrunde mit den Teilnehmenden wurden andere Aspekte der Spiritualität aufgenommen und besprochen. Die Definition Spiritualität ist so vielfältig und für jede Person anders. Jede Person darf und kann ihre eigene Tür in die Spiritualität finden.
Denjenigen denen die Spiritualität zu weit entfernt ist, konnten spannende Vorträge von myblueplanet besuchen, wo es um die Interaktion von Mensch und Maschinen ging. Danach wurde das neu entwickelte Coaching-App vorgestellt. Diese App soll uns helfen unseren Alltag umweltbewusster zu gestalten. Abgeschlossen wurde der Tag mit einer grossen Podiumsdiskussion wo zwei unterschiedliche «nachhaltige» Wirtschaftswachstumsmodelle besprochen wurden. Grünes Wachstum vs. kein Wachstum.

Text von Nayeli Paulin