Tagesrückblick: Donnerstag, 7. März 2019

Freitag 8. März 2019

Und schon wieder ist ein Tag vergangen! Heute war unser Programm vollgepackt mit tollen Events. Vor dem Mittagessen, nutzten wir die Möglichkeit, selbst unseren Plastik zu recyclen und haben viel gelernt, was man alles nützliches aus den hergestellten Plastik-Pellets herstellen kann. Eingeführt wurde durch Precious Plastic, ein Projekt des Student Project House der ETH.

Danach gingen wir, wie an jeden Mittag während der Nachhaltigkeitswoche, unsere Bäuche am foodwaste-Zmittag vollschlagen - zum Glück landeten alle Leckereien in unserem Magen und nicht im Abfall. Wenn du selbst mithelfen willst, foodwaste zu reduzieren, dann kannst du dich bei foodsharing.ch anmelden.

Wer weniger mit Fressen, dafür mehr mit Fötzeln anfangen konnte, joggte bei unserem ersten gemeinsamen Event mit dem asvz durch den Hönggerberg und hat dabei gleichzeitig seinen Teil zu einem schöneren Züri beigetragen - es wurden drei grosse Abfallsäcke gefüllt! Wer weiss, vielleicht wird Plogging bald fest ins Programm des asvz aufgenommen.

Am Nachmittag haben, nach einer kurzen Einführung zu geschlechterspezifischen Fakten der akademischen Berufswelt, Prof. Ursula Keller, Dr. Karin Schwiter und Prof. Melanie Zeilinger mit uns über Geschlechterfragen in der Wissenschaft diskutiert.

Unser nächste Workshop setzte sich mit der Frage “Wie entstehen eigentlich Verhaltensänderungen im Umweltbereich?” auseinander. Maria Hoengger ist zusammen mit uns, auf der Grundlage eines verhaltenspsychologischen Modells, dieser Frage nachgegangen und zusammen haben wir Interventions-Ideen erarbeitet.

Darauf haben wir uns kritisch mit unserer Konsumgesellschaft auseinandergesetzt. Ist mehr immer besser? Die beiden Konsumforscherinnen Dr. Vivianne Visschers und Dr. Pia Furchheim haben ihre Erkenntnisse mit uns geteilt. Verändertes Konsumverhalten scheint vor allem durch einen gesteigerten Eigennutzen der Konsument*innen erreicht zu werden. Es war auch von einem bewussten oder unterbewussten Zwiespalt immer mehr Menschen die Rede, ausgelöst durch die Konditionierung unserer Gesellschaft hin zu einem materialistischen Menschen und dem Bewusstsein des ausgelösten Umweltschadens durch den eigenen Konsum. Ausserdem diskutierte Birte Pust von umdenker.ch mit uns über alternative Lösungsansätze und die Verantwortungen einer Unternehmerin.

In Wändenswil erzählte uns derweilen Thomas Honegger von “verein-konkret” spannende Hintergründe zu Neophyten (das sind Pflanzen, die in den letzten 500 Jahren von anderen Kontinenten nach Europa gebracht wurden) und zu seinem Berufsalltag.

Auf dem heutigen Podium standen sich die Rektor*innen der fünf Zürcher Hochschulen gegenüber. Sie diskutierten über die Rolle, die Verantwortung und die Chance einer Hochschule bezüglich nachhaltiger Entwicklung in der Gesellschaft. Spannend war auch zu sehen, was sich seit der letzten NHWZ an den Hochschulen (nicht) getan hat. Auch Aline Trede (Nationalrätin Grüne), Reto Frei (Co-Founder Tibits) und Léo Gilliard (Co-Präsident der Bildungskoalition NGO und Verantwortlicher Hochschulen beim WWF Schweiz) haben den Hochschulen auf den Zahn gefühlt. Es ergab sich ein spannender Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Bildung. Abegrundet und zusammengefasst wurde der Abend durch einen pointierten Poetry Slam von Manuel Diener (zweifacher Schweizer Meister).

Text von Jon Went