NHW Weekend in der schönen Jugendherberge Fällanden am Greifensee

Donnerstag 14. November 2019

Vom 25. – 27. Oktober 2019 fand das NHW Weekend in der schönen Jugendherberge Fällanden am Greifensee statt. Insgesamt haben über 34 motivierte und aufgestellte NHWler*innen ihren Weg zwischen den nordöstlichen Abhang der Pfannenstielkette und dem westlichen Ufer des Greifensees gefunden, nicht selten auf dem Drahtesel. Eingestimmt wurde das Wochenende kulinarisch mit einem leckeren Kürbisrisotto und musikalischer Einlage der NHW Big (small) Band mit Lea an der Gitarre, Philipp am Cajon und Jon am Besen-Mikrophon. Als die letzten Nachzügler am Freitagabend eintrudelten, befand man sich schon vertieft in Tichu-Runden und vergnügte sich über die entstandenen Bild-Satz-Geschichten des sogenannten „Zetteli-Spieli“.

Während der Nebel am Samstag noch bis zum Mittag liegen blieben, starteten die Ersten bereits um halb acht Uhr mit Morgen-Yoga und anschliessender Erfrischung im Greifensee in den Tag. Spätestens um 8 Uhr waren alle wach und stärkten sich an einem reichhaltigen Frühstücksbuffet mit Porridge, frischem Brot und Früchten. Während der ersten Teil des Vormittags mit selbständigem Arbeiten an den Veranstaltungsideen verbracht wurde, hatte man im zweiten Teil die Qual der Wahl zwischen zwei Workshops: entweder durfte man seine Präsentations- und Kommunikations-Skills stärken oder etwas zu seiner Work-Life-Balance lernen. So oder so kehrte man mit neuen Ausdrucksfähigkeiten und gefundener innerer Mitte zu Tisch zurück, wo das Küchenteam bereits eine leckere saisonale Pilz-Bohnen-Pfanne mit Polenta und Tomatensauce hergerichtet hat. Bevor man in den aktiven Teil des Nachmittag-Programms startete, wurden nochmals die Gehirndurchblutung angeregt: Man scharte sich um die Ressorts Hochschulpolitik, Marketing und Mensa und während man drinnen mit Philipp politisierte, wurden draussen im mittlerweile durchgedrungenen Sonnenschein mit Janina und Julia Strategien für die NHWZ 2020 entwickelt und mit Anna und Julia über mehr als nur die Menu-Pläne gesprochen – gemeinsam kann man etwas bewegen! Nach so viel Sitzen und Denken kribbelte es so manchen schon in den Beinen, als Esteban und Jon zu den Field-Games aufriefen. Nachdem sich drei Teams gebildet hatten und man sich mit Gesichtsfarben Wiedererkennungs-Bemalung geschmückt hat, wurde die ersten Runde eingeläutet: Ziel war es, möglichst viele Teammitglieder möglichst lange auf einer Armlängen-grossen Quadrat-Fläche zu platzieren. Eine wahre Teambuilding-Aufgabe! Nach gegenseitigem Auf-die-Füsse-stehen und Auf-die-Schultern-klettern wurde das Team Grün (?) zum Sieger erkoren. Die nächste Runde war ein Postenlauf an drei verschiedenen Stationen: Bei Jon konnte man sein Nachhaltigkeits-Allgemeinwissen testen, bei Esteban seine Geschicklichkeit im Pingpong-Becherturm-Bauen beweisen und hinter Gebüsch schliesslich versteckt eine Teamchoreo einüben, welche anschliessend gegenseitig in den Aspekten „Akwardness, Originality, Soundeffekt und Surprise(?)“ bewertet wurde. Insbesondere bei den Choreos wurde mit akrobatischer Meisterleistung, koordinierter Bewegungen und überraschendem Sound-Effekt beeindruckt. Nach diesen Disziplinen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf rennen ab, welches in der dritten Runde weitergeführt wurde: Ein Teammitglied mit verbundenen Augen durch einen Hindernis-Parcours führen und anschliessendem Cookie-Contest, wobei das Cookie of Desire auf der Stirn platziert wurde und ohne Hilfe der Hände verspeist werden sollte: Ein ideales Gesichtsmuskulatur-Training! Nach der vierten Runde – Wassertransport-Stafette, die Bilder sprechen für sich – zeichnete sich einen Sieg des Roten Teams ab, welcher auch in der letzten Runde im Sitzball nicht wettgemacht werden konnte. Mit roten Wangen und beflügelten Gemüter kehrten alle in die wohlig-warme Stube zurück, wo es bereits erneut nach Essen duftete: Spaghetti-Plausch mit drei verschiedenen, selbst gemachten, Saucen! Und obwohl man bereits da „glustig“ zugeschlagen hatte, blieb auch der Apple-Crumble nicht verschmäht. Zufrieden und mit vollen Bäuchen wurde schliesslich in die Abendunterhaltung übergegangen welche aus einem NHW-Weekend-Quiz bestand, bei dem, zur Überraschung vieler, mehr Bewegung gefragt war als das mancher erwartet hätte. Nachdem die Anzahl Schuhe, Fahrräder und Zahnbürsten, sowie die Farben der Leintücher und das spanische Wort für „Nachhaltigkeit“ in Erfahrung gebracht und der Quiz-Master erkoren wurde, spielte und sang man weiter bis spät in die Nacht.

Am Sonntag Morgen wurde trotz einer Stunde mehr Schlaf durch die Zeitumstellung, das Morgenyoga fast verschlafen. Bald aber durchfluteten die Morgensonne und Düfte von aufgebackenem Zopf und Brot den Speisesaal, was schliesslich alle zum entspannten und ausgiebigen Brunch lockte. Das gemütliche Beisammensein wurde bereichert durch Frau Zita Haselbach, welche von ihrem Engagement und ihrer Erfahrungen berichtete. Zita ist pensionierte Gemeindeleiterin der katholischen Pfarrei St. Ulrich in Winterthur und Gründerin des Vereins VIWO, welcher auf Freiwilligenarbeit beruhend Flüchtlingen insbesondere bei der Wohnungssuche und -vermittlung helfen. Man liess den Kaffee und die beschmierten Brote stehen, rückte eng zusammen und lauschte den berührenden und zum Teil unverständlichen und unvorstellbaren Erzählungen von Zita. Ein absurder Kontrast, in dieser warmen und sonnigen Jugendherberge vor vollen Tellern sitzend. Das lässt erkennen, wie privilegiert wir sind und wie glücklich wir uns schätzen können! Obwohl anschliessend noch Zeit zum Weiterbrunchen gewesen wäre, so machte man sich doch frühzeitig ans Werk - vermutlich aus dem erweckten Bedürfnis, etwas zu tun – im Nu war die Jugi geputzt und abgabebereit, das restliche Essen verteilt, die Rucksäcke und Taschen gepackt und die Fahrräder gesattelt. Einzig das ausgedehnte gegenseitige Verabschieden zögerte die Heimreise heraus, pünktlich um 12 Uhr war man dann aber mit dem Kopf voller Ideen und das Herz voller Freude gefüllt auf dem Nachhauseweg.

An dieser Stelle ein riesengrosses Dankeschön an Jon, Lea, Sarah und Lorenz für die Organisation des NHW-Weekends und allen Teilnehmer, die den Weg in die Jugi Fällanden gefunden haben: ohne euch wäre das Weekend nicht zu dem geworden, was es war! Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Mal! :D