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Tagesrückblick: Dienstag, 6. März 2018

Mittwoch 7. März 2018

Der zweite Tag der NHW startete mit dem Erschaffen von Kaffeebecher Skulpturen. Die gebrauchten Pappbecher wurden zu Gebilden geformt und dabei die Wegwerfgesellschaft hinterfragt.

Zum zweiten Mal fand der Foodwaste Zmittag statt, diesmal im Lichthof der UZH. Die Schlange war lang, die Leute begeistert und sogar die Hochschulleitung war so angetan von der Idee, dass sogar der Gedanke im Raum stand, den Foodwaste Zmittag auch ausserhalb der Nachhaltigkeitswoche anzubieten! Es war ein voller Erfolg! Währenddessen wurden in der Velowerkstatt schon fleissig Fahrräder geflickt und die Nachmittags Events begannen. In der Vortragsreihe zum Thema Kaffe – Anbau bis Genuss wurde deutlich, dass der direkte Ankauf beim Bauern der beste Weg ist um fairen Kaffee zu geniessen.

Am Irchel ging es weiter mit einem Vortrag über Zero Waste, gehalten von Michelle von Zero Waste Switzerland. Sie beantwortete gekonnt alle folgenden Fragen, von der Anschaffung eines Würmerkompostes zu Wassertoiletten, sogenannten Bidets. Sie konnte zeigen das Zero Waste einfach ist, weniger kosten kann und vor allem Spass machen soll.

Der Workshop „erster Schritt in eine nachhaltige Zukunft“ vermittelte spielerisch Hilfestellungen um aktiv einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten. Im Workshop „Nachhaltig glücklich“ wurde sich die Frage gestellt, wie man überhaupt glücklich sein werden. Die diplomierte Zen Lehrerin Dagmar Jauernig ging auf geistliche Prozesse ein während Natacha Espirito über ihren Lebenswandel zu einem einfacheren, weniger materialistischen Leben sprach. Der Vortrag zu Climate Justice war einer der zahlreichen englischen Events dieser Woche und vier Vertreter unterschiedlicher Bereiche diskutierten über gerechte Aufteilung der Folgen und Massnahmen des Klimawandels. Man war sich einig dass dringendes Handeln nötig ist und jeder von uns aktiv für den Umweltschutz werden kann.

Abgeschlossen wurde der Tag von einem unserer wichtigsten Events in der diesjährigen Nachhaltigkeitswoche; der Podiumsdiskussion „Vision 2030“. Rektoren und Hochschulleitungsmitglieder aller Zürcher Hochschulen waren anwesend um, das erste Mal überhaupt, zusammen sich über ihre und unsere Vision für eine nachhaltige Hochschule auseinanderzusetzten. Zuerst wurden Fragen aus Statements von Studenten der Hochschulen debattiert. Die reichten von CO2-Reduktion, nachhaltiger Ernährung und nachhaltigen Wirtschaftssystemen über, ob und wie man Nachhaltigkeit in die Lehre integrieren kann. Danach wurden kritische Fragen des Publikums beantwortet bei dem der Diskurs darin lag was die Verantwortung und Aufgabe einer Hochschule überhaupt ist. Einig war man sich, dass die Hochschulen eine Vorbildsfunktion haben, aber ohne das Mitwirken der Studenten sich nichts in Gang setzen lässt. Stolz können wir sagen, dass alle Hochschulleitungsmitglieder mitgenomen haben das Thema Nachhaltigkeit zur Diskussion zu bringen haben und dass wir die Hochschulen zum Mitwirken angeregt haben. Plus wird sich die ZHdK bei der ETH Hilfestellung holen um ihren ökologischen Fussabdruck berechnen zu lassen!

Text von Anna Schöpfer