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Tagesrückblick: Donnerstag, 8. März 2018

Freitag 9. März 2018

Am Donnerstag, der vierte Tag der Nachhaltigkeitswoche gab wieder wie gewohnt ein feines Zmittag Essen im Toni-Areal, welches vom Wegwerfen gerettet wurde. Was für einen guten Start in den Tag.

Der Nachmittag war geprägt von zwei Workshops: Zum einen gab es den «Top-Yourself-Workshop» und den «Digitale Nachhaltigkeit Workshop». Zu Beginn des Top «Top-Yourself-Workshop» wurden die ersten Schritte für sein eigen genähtes T-Shirt erklärt. Der Stoff wurde ausgesucht und zugeschnitten. Weiter gings mit dem Nähen an den top modernen Nähmaschinen der Bernina Firma. Im Raum war zu jederzeit voll Konzentration zu spüren. Jeder gab sich grosse Mühe, ein schönes T-Shirt herzustellen. Des Öfteren gab es Schwierigkeiten und die Leitenden des Workshops waren jeder Zeit zur Hilfe bereit. Es war eindrücklich zu erleben, wie viel Zeit und Materialien es braucht, um ein einzelnes T-Shirt herzustellen. Im «Digitale Nachhaltigkeit Workshop» ging es hauptsächlich darum, wie transparent unser Leben geworden ist, seit so ziemlich alles digitalisiert wird. Wie können wir kontrollieren, was die anderen von uns kontrollieren? Der Workshop teilte verschiedene Werkzeuge und Konzepte mit, welche zum persönliche Fortbestand zu einer freien und digitalen nachhaltigen Welt sorgt. Innerhalb von Gruppen wurde durch praktisches Üben das Wissen zum Thema aufgebaut.

Um 17.00 Uhr begann auf dem Hönggerberg die Vorlesung: «Bauen mit Holz». Kurzfristig musste aufgrund eines Krankheitsfalles ein neuer Referent gefunden werden. So präsentierten Hansueli Schmid von Lignum, dem Verband für Holzwirtschaft, und Dr. Michael Klippel vom Institut für Baustatik und Konstruktion (ETH) die Vorteile des Werkstoffes Holz. Dieser einheimische Baustoff hat enormes Potential in der Bautechnik sowie auch als wichtiger Beitrag zur Verringerung der "grauen Energie", die in unseren Gebäuden steckt: Wir können damit Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und in unseren Hauswänden lagern.

Im Toni-Areal fand nicht nur das Foodwaste-Zmittag statt, es fand auch ein Vortrag mit einem dazu passenden Workshop statt. Das Thema der beiden Events war «Nachhaltig schön – Industrie oder DIY?». In einem Vortrag von Petra Huber wurden einige Informationen über die Kosmetikindustrie dargelegt und in Frage gestellt. Was ist in unseren täglich gebrauchten Produkten überhaupt drin? Im darauffolgendem Workshop ging es darum, genau solche Kosmetikprodukte (Deodorant, Lippenbalsam, Seifen, etc…) selbst herzustellen. Mit der zusätzlichen Unterstützung der Firma LUSH haben die Workshops Teilnehmenden einige Produkte hervorgebracht. Es war schön zu sehen, wie einfach und günstig es doch sein kann, eigene Kosmetikprodukte herzustellen und diese später zu gebrauchen!

Es fand zudem eine Podiumsdiskussion mit dem Thema «Geld regier die Welt! – Aber wer regiert das Geld?» statt. Diese basiert auf der Vollgeld-Initiative, welche in der Schweiz aktuell ist. Anwesend waren Raffael Wüthrich (Konsumentenschützer und Medienbeauftragter der Vollgeld-Initiative), Katharina Serafimova (Sozialunternehmerin, Lehrbeauftragte und Studienautorin zu Geld und Natur) und mit ihnen lic. Oec. Martin Alder (Vorstandsmitglied des Trägervereins der Vollgeld-Initiative. Als gegen Pol nahmen Dr. Sandra Daguet (Expertin Bundesverwaltung) und Dr. Martin Hess (Chefökonom Schweizer Bankievereinigung) an der Podiumsdiskussion teil.

Zeitgleich begann der Film «The Borneo Case» im ETH Zentrum. Der Dokumentarfilm handelt vom Erben des Umweltschützers Bruno Manser, welcher im Regenwald lebte. Die gefilmte Gruppe von fünf Aktivisten hatte das Ziel, die Gewinne der illegalen Abholzung aufzudecken. Nach dieser interessanten Filmvorführung fand eine Podiumsdiskussion über die nachhaltige Geldanlage statt. Mit dabei waren Lukas Straumann (Präsident des Bruno Manser Fonds und Mitwirkender im Film) und ein Vertreter Alternativen Bank Schweiz.

Text von Lea Wenger