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Tagesrückblick Faulheit

Dienstag 3. März 2015

Manch einer fragt sich wohl, wie Faulheit und Nachhaltigkeit einhergehen und inwiefern sie überhaupt etwas miteinander zu tun haben. Ist die Faulheit etwas Negatives oder kann man ihr sogar positive Aspekte abgewinnen in Bezug auf Nachhaltigkeit? An diesem Tag wollen wir die verschiedenen Aspekte der Faulheit erfahren und sie gelöst von den üblichen Vorurteilen betrachten.

Der heutige Tag startete mit einem Workshop zu verschiedenen Entspannungstechniken. Beate Meile lehrte uns, dass bewusstes Entspannen und ein nachhaltiger Umgang mit den Körperlichen Ressourcen positive Auswirkungen auf die eigene Gesundheit haben und Energien freisetzen können. Verspannte Muskelfibrillen können zu unterschiedlichen körperlichen und seelischen Erkrankungen führen, wie schon Edmund Jacobson aufzeigte.

Entspannt in den Tag zu starten ist Gold wert. Wenn man ein Bewusstsein für seinen Körper entwickelt und stressige Situationen im Alltag als solche erkennt und sich und seinen Körper bewusst unter Kontrolle bringt, so lässt das einen die Welt von einem ganz anderen Blickwinkel sehen. Ist es wirklich notwendig alles zu terminieren und durch das Leben zu stressen oder ist es nicht doch sinnvoller, unsere ja ohnehin schon knappe Zeit, für die schönen Dinge im Leben aufzuwenden? Dabei hilft einem das Hospiz der Faulheit im Toniareal, wo ein Handyverbot herrscht und man das süsse Nichtstun geniessen, oder einer Lesung gespannt zuhören kann. Das Hospiz der Faulheit (hospizderfaulheit.net) wird auch nach der Nachhaltigkeitswoche bestehen bleiben. Ein Ort des Refugiums inmitten des Alltags. Auch in der Faule-Lounge an der PH kann man aus dem Alltag ausbrechen und sich zwischen Palmen in Liegestühlen entspannen. Bis zum Ende der Woche wird der Raum für zum relaxen offen sein.

Auch praktische und kreative Arbeit standen auf dem Tagesprogramm. Der vegane Kochkurs lehrte uns, wie man durch Kreativität und ein paar wenigen hilfreichen Tipps, wunderbare Gerichte schnell aus dem Kühlschrank an den Tisch zaubern kann. Wie man die dazu benötigten Ingredienzien am nachhaltigsten, einfachsten und mit dem geringsten Zeitaufwand anbauen kann, erfuhren wir sogleich am Workshop „Faul gärtnern“. Dabei lernten wir mehr über das Konzept der Permakultur, die auf die Schaffung von nachhaltigen und dauernd funktionierenden, naturnahen Kreisläufen zielt und damit ein grosser Ertrag mit dem kleinsten Arbeits- aber natürlich auch Energieaufwand erreicht. So bauten wir schliesslich verschiedene Sorten Gemüse an.

Die Faulheit kann aber vielfach auch ein Hindernis für nachhaltiges Handeln darstellen. Das Licht nicht auszumachen, fertig abgepackte Produkte zu kaufen oder Müll nicht artgerecht zu entsorgen sind nur wenige Beispiele, die aufzeigen, dass die Faulheit eine direkte negative Folge verursachen kann. Diese innere Faulheit zu überwinden, war ein Thema des umweltpsychologischen Workshops der IPU, der die Teilnehmer in dieser Problematik sensibilisiert hat und mit ihnen durch psychologische Analysen Gründe und Gegenmassnahmen für dieses Verhalten entwickeln konnte.

Der heutige Tag ist freilich noch nicht ganz vorbei! Am heutigen Abend präsentieren wir euch an den verschiedenen Hochschulen drei auserwählte Filme: Trashed, (R)evoltution und Cowspiracy the sustainability secret! Es werden dabei drei verschiedene Umweltproblematiken thematisiert: Die überbordende Abfallproduktion, die Versauerung der Ozeane und die industrielle Tierhaltung.