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TAGESRÜCKBLICK: Mittwoch

Mittwoch 9. März 2016

Mitte der diesjährigen Nachhaltigkeitswoche – wir blicken zurück auf einige bisherige Höhepunkte.

Auf der Polyterrasse wurde Foodwaste sichtbar gemacht: Jeder dritte der verteilten Teller war rot und musste unverzüglich in den Mülleimer gekippt werden. So läuft’s auf unserer Welt, keine Wahl. Oder doch? Mit wenig Aufwand konnte man sich das Essen auf dem Fahrrad erstrampeln und wurde somit zum Foodsaver.

Im Toni-Areal war man ebenfalls aktiv: in zwei Workshops wurden selber Hausmittel hergestellt. Eine Salbe muss nicht teuer sein und kann ganz einfach aus Bienenwachs und Öl hergestellt werden. Deo, ein Waschmittel und sogar ein Zahnpulver aus antikariogen wirkendem Xylit, etwas Mineralerde oder Asche und gut schmeckenden Kräutern. Schmeckt tatsächlich wie die im Handel erhältlichen Zahnpastas – aber produziert weniger Abfall und enthält bestimmt kein Mikroplastik.

Während an der internen Konferenz mit Vertretern der beteiligten Züricher Hochschulen über einen Nachhaltigkeitsbericht diskutiert wurde, fand ein weiterer Höhepunkt der diesjährigen Nachhaltigkeitswoche statt: Prof. Mark Prost von der Maastricht University stellte sein Forschungsprojekt zu im Labor gezüchtetem Fleisch vor. Im Jahr 2013 hatte er den ersten Burger, bestehend aus Muskelzellen, die aus nur einer einzigen tatsächlich tierischen Zelle geklont und gezüchtet worden waren, präsentiert. Ist dieses Fleisch effizienter Protein-Spender der Zukunft, werden bald nicht mehr acht Kilo Futter benötigt, um ein Kilo Kuhfleisch zu produzieren?

Auch am Abend diskutierte man heiss: Geleitet von der eloquenten Moderatorin Sonja Hasler stellte ein Experte von der ‚Erklärung von Bern‘ kritische Fragen zum Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft. Sind die Sustainability Programme von Implenia und Coop nur Greenwashing oder machen sie schon viel für unsere Zukunft? Oder liegt die Verantwortung doch bei uns Konsumenten? Das Publikum wollte es genau wissen und löcherte Anton Affentranger und Bruno Cabernard mit heiklen Fragen.